Barbados ist eine Insel der kleinen Antillen und ein Inselstaat innerhalb des Commonwealth of Nations.
Geographie Barbados ist die östlichste Insel der Inselkette der kleinen Antillen zwischen dem Atlantik und der Karibik.
Bevölkerung Die Kindersterblichkeit liegt bei elf Toten auf tausend Geburten. Die Lebenserwartung liegt bei 76,4 Jahren und der Alphabetisierungsgrad bei 97,6%. Ca. 70 % der Bevölkerung sind anglikanischen Glaubens.
Die Bevölkerung selbst setzt sich zu etwa 80% aus Afrikanern und zu 15% aus Mulatten zusammen. Den Rest stellen neben Weißen vor allem Inder. Die korrekte Bezeichnung der Einwohner von Barbados lautet Barbadier.
Geschichte Die voreuropäischen Einwohner von Barbados waren Arawak und Kariben. Um 350 nach Christus, 800 und im 13. Jahrhundert erreichten drei Einwanderungswellen die Insel. Dazwischen und danach war sie vom Festland isoliert. In den 15 Jahren nach der "Entdeckung" Barbados' durch Pedro Campos 1536 versklavten spanische Eroberer zahlreiche Bewohner für Plantagenarbeit auf anderen Inseln. Der Rest der einheimischen Bevölkerung floh. So fanden die Engländer knapp ein Jahrhundert später eine verwaiste Insel vor.
1625 übernahm England die Insel von den Portugiesen. Bis 1962 blieb sie danach in britischem Besitz. 1627 begann die Besiedlung der zu diesem Zeitpunkt menschenleeren Insel durch Großbritannien. Barbados' Wirtschaft blieb bis weit in das 20. Jahrhundert stark von der Zucker-, Rum- und Sirupproduktion abhängig.
Barbados blickt auf eine lange parlamentarische Geschichte zurück. Es verfügt über das drittälteste Parlament im Commonwealth (nach Westminster und Bermuda). Bereits 1639 wurde mit dem House of Burgesses das erste Parlament eingerichtet. Nach Konflikten mit Großbritannien wurden die Rechte des Parlaments und die der Bürger von Barbados 1652 in der „Charta of Barbados, or Articles of Agreement“ niedergelegt. Diese Verfassungsurkunde garantierte u.a. die Religionsfreiheit, Rechtstaatlichkeit, Eigentum und weitgehende parlamentarische Rechte sowie Unabhängigkeit.
Die in den Anfängen nur für die englischen Plantagenbesitzer geltenden Rechte wurde nach der vollen Sklavenemanzipation 1838 bis hin zur Unabhängigkeit am 30. November 1966 auf die schwarze Bevölkerungsmehrheit ausgedehnt. Von 1958 bis 1962 war Barbados eine Provinz der Westindischen Föderation.
Nach der Unabhängigkeit entwickelte sich in Barbados eine parlamentarische Demokratie, die sich ihrer Geschichte und Traditionen bewusst ist.
Politik Barbados hat ein Zweikammern-Parlament (ein House of Assembly und einen Senat).
Heute wird die Politik im wesentlichen durch die beiden großen Parteien, die Barbados Labour Party (BLP) und die Democratic Labour Party (DLP) bestimmt.
Nationalfeiertag ist der 30. November.